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Michael Schumacher

January 3, 2014 bei Alex1974   Kommentare (0)

Einfühlsame Teilnahme oder Sensationsjournalismus?

Fest steht zweifellos, dass der Unfall von Michael Schumacher Menschen auf der ganzen Welt bewegt. Viele Medienvertreter eilten aus diesem Grund nach Frankreich, um die neuesten Informationen nicht zu verpassen. Die ersten beiden Tage nach dem Unfall war das Interesse so groß, dass sogar bei T-Online ein Liveticker für neueste Informationen sorgte. Erstaunlich war dabei, dass am Silvestertag kaum neue Einträge zu verzeichnen waren und diese Tatsache sich in die ersten Tage des neuen Jahres fortsetzte. Wer noch vorher mit vollmundigen Worten zu gemeinsamen Gebeten für Schumacher eintrat, der war wohl zu diesem Zeitpunkt mehr mit den Feiern zum Jahreswechsel beschäftigt. Schon wenige Tage nach dem Ereignis gingen selbst die sogenannten guten Freunde zur Tagesordnung über. Nur die Journalisten harrten vor Ort aus und nervten nicht nur die Familie mit ihrer aufdringlichen Anwesenheit.

Warum müssen bekannte Persönlichkeiten unter ihrer Popularität leiden?

Keine Frage, Michael Schumacher ist nicht nur in der Welt des Sports bekannt. Seine Großzügigkeit bei Spendenaufrufen ist legendär und selbst Bill Clinton weiß diese Tatsache zu würdigen. Sein Unfall bewegt Menschen auf der ganzen Welt. Allerdings ist das Interesse nicht nur von Anteilnahme geprägt. Es stellt sich dabei die Frage, ob wir als Verbraucher der Grund für die penetrante Gegenwart der Sensationsreporter sind. Ergötzen wir uns an dem Leid anderer Menschen und möchten wir eventuell Fotos sehen, die eine weinende Ehefrau und verzweifelnde Kinder zeigen? Was ist so interessant beim Anblick dieser Emotionen. Genügt es nicht vollkommen, wenn wir alle auf neue Meldungen warten, die von der Pressestelle veröffentlicht werden. Niemand muss sich dabei Sorgen darum machen, dass er dabei vernachlässigt wird. Diese Informationen werden zeitnah an alle Nachrichtensender der Welt versendet.
Der Alltag des Krankenhauses darf nicht unter dem Andrang der Sensationsjournalisten leiden

Die Tatsache, dass Medienvertreter sogar die Zufahrt der Notfallambulanz teilweise blockierten, ist nicht nur erschreckend sondern auch verantwortungslos. Es darf doch nicht sein, dass Patienten nicht die notwendige Erstversorgung erhalten, nur weil einige übereifrige Journalisten den Weg dahin versperren. Radikale Maßnahmen der Klinikleitung sorgen hoffentlich dafür, dass die Berichterstatter zur Vernunft kommen und verinnerlichen, warum sie ihren Beruf gewählt haben.

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